Ein närrischer Neuanfang

Bald danach kamen wieder bessere Zeiten und so mancher Strahl der aufgehenden Narrensonne schien durch die grauen Wolken. Ein gutes Zeichen, den immer noch amtierenden Präsidenten Valentin Rösch zu animieren, auch die Prinzessgarde wieder für den Straßenkarneval mobil zu machen. Am 9. April 1927 wurde das Wachtlokal vom "Goldenen Pflug" ins "Weiße Bierhaus" verlegt, um allen Interessenten Platz für eine so genannte Wiedergründungsversammlung zu bieten. Sogleich schrieben sich 20 neue Mitglieder ein. Ein Arbeitskommando wurde bestimmt mit dem Auftrag, alle Unterlagen zusammenzutragen, zu ordnen und eine Generalversammlung einzuberufen. Hierbei wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Dem neuen 1. Vorsitzenden Richard Stein, gleichzeitig närrischer Kriegsminister, sollte es vergönnt sein, die Garde endgültig aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken und dies mit der Anschaffung neuer, umgestalteter Uniformen zu dokumentieren. 4.200 Mark wurden dafür veranschlagt, im Jahr 1928 ein horrender Betrag. Zur Finanzierung gab die Schöfferhof-Brauerei ein zinsgünstiges Darlehen über 2.000 Mark und der MCV spendet 500 Mark. Den Rest deckte eine Mitgliedsbeitragserhöhung auf 50 Pfennige, eine Aufnahmegebühr von einer Mark und der Verkauf von Uniformen zum Selbstkostenpreis von 78 Mark das Stück an die Mitglieder ab.  

Feldlager der Mainzer Prinzessgarde in neuen Uniformen 1929.

 

Durch ihre überwiegend in grün gehaltenen Uniformen durchbricht die Garde die Fastnachtsfarben rot-weiß-blau-gelb und bietet so einen Kontrast. Persiflierend auf die "immer wieder Besatzer" früherer Jahre trägt sie die Uniform eines elsässisch-französischen Jägerregiments. Den so genannten napoleonischen Zweispitz quer zur Nase getragen mit einer preußischen Alte-Fritz-Perücke darunter ergibt die originelle Kopfbedeckung. Rote Hosen, das ehemalige militärische Privileg der Grande Nation, sind genauso bezeichnend wie die Chargen: Sergeante, Feldwebel, Lieutenante, Capitanas, Marschälle und Sappeure. Zum Generalappell am 11.11.1928 vermeldete Richard Stein stolz: "Garde eingekleidet, Feuerversicherung (für die Kammer) abgeschlossen, Verein fast schuldenfrei, neuer General gefunden!" Gut gerüstet nahm die Garde 1929 mit einem Offizier zu Pferde, zwei Offizieren zu Fuß und 46 Gardisten an den Karnevalstagen teil und war von nun an nicht mehr aus dem närrischen Geschehen in Mainz wegzudenken. Neues Stand- und Hauptquartier wurde der große Saal im "Brauhaus zur Sonne". Dort begannen alle Reveillen, Auf-, Aus-, Ab- und Zumärsche nach genau festgelegten Marschplänen.

 

 
     

Uniformrückgabe
im Vereinsheim, in der Forsterstr. 16
(Kampagne 2019)

Derzeitig gibt es keine aktuellen Rückgabetermine mehr.

Hinweis:
Bei Neueinkleidungen bitte mit der Kammer im Vorfeld Kontakt aufnehmen!
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailKammer@garde-der-prinzessin.de

(Bitte achten Sie auf den Datenschutzhinweis im Impressum)

     

Alt Mainzer Stadtsoldaten
Stadtsoldaten aktiv

 

     

Inserieren bei der GdP

Sie haben die Möglichkeit, in unserem Liederheft eine Anzeige zu schalten. Die Hefte werden auf unseren Sitzungen ausgelegt und sind ein beliebtes Sammelobjekt.

Für nähere Infor- mationen wenden Sie sich bitte an inserat@garde-der-prinzessin.de
oder als Formular zum Ausdruck hier.

(Bitte achten Sie auf den Datenschutzhinweis im Impressum)

     

Mitgliederbereich der GdP

Zugang mit Name und Gruppierung anfordern unter Login

(Bitte achten Sie auf den Datenschutzhinweis im Impressum)

Anmelden