Unser historischer Beitrag

Prunkwagen der Prinzessin Magdalla XXXXIII

Anno 1929 geschah etwas noch nie Dagewesenes in der Meenzer Fassenacht: Erstmals steckte im Kostüm der Prinzessin kein Mann! Die Tochter des 1. Vorsitzenden Richard Stein wird als "Prinzessin Carneval - Magdalla XXXXIII." herausgestellt und in einem Prunkwagen beim Rosenmontagszug 1930 präsentiert. Mit riesigem Jubel begrüßten die Mainzer die holde Liebligkeit. Der glanzvolle Höhepunkt aber war der Gardeball am "Hofe Ihrer närrischen Tollität", dem "Casino Hof zum Gutenberg", der wegen Überfüllung sogar geschlossen werden musste. Hoffnungsvoll beendete man die erfolgreichste Kampagne seit Bestehen der Garde.

Eine richtige Gardefamilie war entstanden, die auch außerhalb der fünften Jahreszeit aktiv blieb. Tanzfeste, Preisschießen und Preiskegeln hielt man ab, unternahm Ausflüge und Schiffspartien. Zu vielen anderen Vereinen, Garden und Korporationen wurde freundschaftliche Bande geknüpft. 1930 beschloss man die Gründung eines Kadettenkorps, stellte eine Reiterabteilung mit Standarte auf, zog einen Trommlerzug mit Tambour heran und verpflichtete eine Musikkapelle, die in erster Linie den "Prinzessgarde-Marsch" (Erzherzog-Prinz-Albrecht-Marsch) einzustudieren hatte. 

Im Februar 1931 zog man mit einer Damensitzung erstmals in eine größere Narrhalla, den "Glaspalast im Brauhaus zum Schöfferhof" um. Im folgenden Jahr wurde die bereits beschlossene Bildung eines Kadettenkorps intensiv vorangetrieben. Viele Kinder von Mitgliedern waren dabei, die jüngsten Marschierer zu werden. Zur Anschaffung von kleinen Uniformen und einer Kadettenfahne machte die Sammelbüchse eifrig ihre Runden. 1933 war es schließlich so weit: das Kadettenkorps wurde gegründet und war marschbereit. Zugleich erfolgte – nicht zuletzt auf Drängen des MCV, der Stadtverwaltung und der Presse - die behördlich genehmigte Umbenennung der Prinzessgarde in "Garde der Prinzessin Mainz – gegründet 1886" (GdP), was besonders die Prinzengarde freute, war doch von nun an eine Verwechslung ausgeschlossen. 

Einer behördlichen Genehmigung bedurfte es in jenen Tagen für so manches und sogar an den Uniformen mussten Veränderungen vorgenommen werden: Gelbe Brusteinsätze und Rockumschläge an der sonst fast ganz grün gehaltenen Jacke wurden eingenäht und alle höheren Chargen trugen von nun an Epauletten statt Schulterstücke. Eine behördliche Verordnung aus dem Jahre 1934, wonach es allen nichtkarnevalistischen Vereinen verboten war Karnevalsveranstaltungen abzuhalten, bestärkte die GdP in dem Beschluss, einen großen Maskenball aufzuziehen. Im "Gutenberg-Casino" spielten drei Ballorchester unter der Gesamtleitung von Ballettmeister Führ, natürlich mit Genehmigung der Reichspropagandastelle in Darmstadt. 

 
     

Uniformausgabe im Vereinsheim, in der Forsterstr. 16

(Kampagne 2019)

Di 09.10.18, 17-19 Uhr
Sa 13.10.18, 10-13 Uhr
Sa  03.11.18, 10-13 Uhr

Hinweis:
Bei Neueinkleidungen bitte mit der Kammer im Vorfeld Kontakt aufnehmen!
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailKammer@garde-der-prinzessin.de

Kartenvorverkauf:         am 24.11.2018           von 10 bis 14 Uhr in der Geschäftsstelle, Forsterstr. 16 - 55118 Mainz

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